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De Vilotta Comba vor Romanov Franz Engstler fährt zum Hattrick Marco Wolf siegt in der Division 2 Kai Jordan holt den Sieg der Diesel-Klasse Pechvogel Rainer Bastuck

Stahl und de Vilotta überraschten

3. Lauf bei der TOP 10 am Nürburgring 24h, 07.-09.06.2007

Stahl und de Vilotta überraschen in der Eifel

Einen spannenden dritten Saisonlauf bot die ADAC Procar den weit über 100.000 Besuchern des Nürburgrings, die in Erwartung des 24h-Rennens (07. bis 10. Juni) sämtliche Campingplätze rund um die legendäre Nordschleife belagern. Das Highlight des Rahmenprogramms zum größten Rennen der Welt, die ADAC-Procar, trug bereits am Samstagvormittag ihr 4-Runden-Rennen auf dem 25,359 km langen Gesamtkurs (Nordschleife inklusive Grand-Prix-Strecke) aus. Franz Engstler (BMW 320i E46) holte sich mit einem blitzsauberen Start-Ziel-Sieg seinen dritten Saisonerfolg. Nach dem furiosen Doppelsieg des Wiggensbachers beim Saisonauftakt in Oscherseben war dieser Erfolg keine Überraschung mehr. Dafür sorgten die Podestplätze zwei und drei umso mehr für Aufsehen. Neueinsteiger Sebastian Stahl sicherte sich im Toyota Corolla T-Sport nach einem kämpferischen Rennen Platz zwei vor der einzigen Dame im Feld, der Spanierin Maria de Vilotta Comba, die mit ihrem Chevrolet Lacetti zum ersten Mal auf dem Nürburgring unterwegs war.

Division 1: Engstler besiegt die „Grüne Hölle“

Die ADAC Procar startete zusammen in einer Startgruppe mit der STT (Spezial Tourenwagen Trophy), da die Fahrzeuge fast gleichschnell den Nürburgring umrunden. Pole-Sitter Franz Engstler gewann auch den Start der Procar-Fahrzeuge, musste sich aber mit den leistungsstärkeren STTRennwagen rumschlagen. „Das war ein hartes Rennen“, meinte der Wiggensbacher. „Ich hatte zwar die Pole inne, musste mich aber schon in der ersten Kurve gegen die STT beweisen. Dann bekam ich einen Schlag ins Heck und verlor einige Positionen“, meinte Engstler. So kam es auch, dass Peter Rikli beim Einbiegen auf die Nordschleife die Nase seines Honda Accord vorne hatte. Der Schweizer nutzte das Gerangel an der Spitze und ging in Führung, musste diese aber am Ende der ersten von vier zu fahrenden Runden wieder an Engstler abgeben. Kissling-Pilot Rainer Bastuck, der seinen zweiten Startplatz verteidigen konnte, musste seinen Opel Astra GTC in der dritten Runde abstellen. Ein von der Strecke aufgenommener Stein beschädigte den Keilriemen, der wiederum den OTGeber außer Funktion setzte und letztendlich dann den Motor ausschaltete. Procar-Neuzugang Sebastian Stahl nutzte die Gunst der Stunde und setzte sich auf der zweiten Position fest. „Das war ein super Rennen für mich“, meinte der Neunkirchener. „Mit meinem Toyota Corolla T-Sport konnte ich vor diesem Wochenende nicht testen und im ersten Quali mit Problemen am Differenzial auch nur drei Runden fahren. Wir haben ein neues Fahrwerk ausprobiert und fanden auf die Schnelle noch keine gute Abstimmung. Das Auto lag sehr unruhig und ich hatte alle Hände voll zu tun, Platz zwei zu behaupten. Das Ergebnis ist großartig für uns“, freute sich Stahl. Hinter ihm folgte auf Platz drei zunächst Peter Rikli, den in der letzten Runde ebenso wie Bastuck das Pech ereilte. Mit Getriebeproblemen ließ er seinen Honda Accord kurz vor dem Ziel ausrollen. „Ich war gerade in Schlagdistanz zu Sebastian Stahl und setzte auf der Döttinger Höhe zum Überholen an, als mein Getriebe blockierte“, so der enttäuschte Schweizer. Somit rutschte Maria de Villota Comba auf Platz drei vor. Die Spanierin im Maurer-Chevrolet Lacetti fuhr damit ihren ersten Podestplatz ein. „Ich bin überglücklich“, strahlte die schnelle Lady aus Madrid. „Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich kannte den Nürburgring überhaupt nicht und habe auf der Play Station geübt, das hat wohl geholfen.“

Division 2: Das Meisterauto ist immer noch siegfähig

In der Division 2 gewann Marco Wolf mit dem Citroen Saxo VTS, dem letztjährigen Meisterauto von Guido Thierfelder, die Hatz auf der spektakulärsten Rennstrecke der Welt. „Nach dem Einbiegen auf die Nordschleife konnte ich mich Stück für Stück absetzen und einen sicheren Sieg einfahren. Das lief besser, als ich es erwartet hatte“, freute sich der Lohmarer. Sein Teamkollege Guido Thierfelder sicherte sich mit dem neuen Peugeot 207 Sport Podestplatz zwei. „Das war ein hartes Rennen, wir fahren immer noch mit einem Servo-Lenkgetriebe, wobei der Servo-Motor abgeklemmt ist. In der Procar ist die Lenkhilfe verboten und somit musste ich richtig hart für meinen zweiten Platz arbeiten“, erklärte der Troisdorfer. Platz drei erzielte Thomas Mühlenz (Citroen C2 VTS). „Wie schon im Qualifying bekam ich im Rennen Probleme mit dem Getriebe. Die Gänge ließen sich immer schwerer einlegen und ich betete nur, dass es bis ins Ziel hält“, so der Recklinghausener.

Division 3: Wolfsburger Doppelsieg

In der Diesel-Division 3 gab es einen Volkswagen-Doppelsieg von Kai Jordan und Stefan Michels, beide VW Golf 2.0 TDI. Die Teamkollegen der RSG Wolfsburg waren die einzig verbliebenen Starter der Dieselrenner, nachdem Uwe Reich seinen Alfa 147 JTD wegen Elektronikproblemen nicht starten konnte und Erwin Lukas in der Einführungsrunde mit einem Turboladerschaden an seinem Opel Astra GTC CDTI liegen blieb. Kai Jordan freute sich dennoch über seinen zweiten Saisonsieg. „Ich hatte einen Bomben-Start und konnte mich sogar vor die Division 2 setzen. Dann kämpften die STT´s im Trio vor mir und ich setzte mich etwas dahinter und beobachtete das Treiben. Mein Vorsprung auf Stefan Michels war souverän und ich konnte das Rennen locker nach Hause fahren“, freute sich der Wolfsburger über den Teamerfolg.